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Das trockene Auge

Definition

Das trockene Auge (Sicca Syndrom) gehört zu den häufigsten Erkrankungen des Auges, es entsteht im weitesten Sinne durch eine Benetzungsstörung der Augenoberfläche. Die Häufigkeit nimmt mit dem Alter zu, wobei Frauen häufiger betroffen sind als Männer und die ursächliche Entstehung an viele (Umwelt-)Faktoren geknüpft ist. Es findet sich entweder eine quantitativ verminderte Tränenproduktion, eine vermehrte Verdunstung oder eine qualitative Störung der Zusammensetzung des Tränenfilms. Die Folge ist eine Schädigung der Oberflächenschicht von Horn- und Bindehaut.

 

Symptome

Häufige Beschwerden sind ein Sand- oder Fremdkörpergefühl, Brennen und Stechen aber auch eine vermehrte Reizbarkeit der Schleimhäute mit Tränen bei Wind oder Lichtwechsel. Seltener finden sich aber auch eine schnelle Ermüdbarkeit der Augen, Sehstörungen, gereizte und gerötete Lidränder sowie verklebte Lider am Morgen.

 

Diagnose

Die Diagnose des trockenen Auges stützt sich zum einen auf die typischen Beschwerden und Symptome, wie auch auf eine Vielzahl von klinischen Untersuchungen. So wird zur weiteren Abklärung unter anderem die Menge der Tränenproduktion wie auch die Qualität des Tränenfilms überprüft.

 

Therapie

Neben der befeuchtenden Therapie mit benetzenden Augentropfen oder -gels steht die Therapie auslösender Faktoren im Zentrum der Behandlung. Schon einfache Alltagstips zur Beseitigung von Umweltfaktoren wie Rauch oder trockene Luft (Klimaanlage/Heizung), Verhaltensänderung bei Bildschirmarbeit, häufigerer Lidschlag beim Lesen oder Fernsehen und regelmässige Aufenthalte im Freien können Linderung verschaffen. Weitere spezifischere (z.B. antientzündliche) Therapieansätze sind bei schwereren Verläufen nach Untersuchung und Beratung durch Ihren Augenarzt zu erwägen.